Kunst als Brücke


... zwischen Vergangenheit und Zukunft
In der Mediathek unserer Schule ist derzeit eine ganz besondere Kunstausstellung zu sehen. Die ukrainische Schülerin Valeriia Voiteshenko zeigt dort ausgewählte Gemälde, in denen sie persönliche Erfahrungen, Erinnerungen und Hoffnungen verarbeitet.
Valeriia wurde in Donezk geboren und musste ihre Heimat infolge des Krieges verlassen. Heute besucht sie das Herder-Gymnasium und hat in Deutschland einen Neuanfang gewagt. Die Kunst begleitet sie dabei seit ihrer Kindheit.
„Kunst ist für mich mehr als nur ein Hobby – sie ist eine Art, meine Erlebnisse zu verarbeiten“, schreibt die Schülerin. Ihre Bilder schlagen Brücken zwischen ihrer Vergangenheit in der Ukraine und ihrem heutigen Leben in Deutschland.
Die Ausstellung zeigt Porträts und symbolhafte Darstellungen, die sich mit Themen wie Identität, Erinnerung, Hoffnung und Widerstand beschäftigen. So steht etwa das Bild „Der Bandurist“ für die Widerstandskraft der ukrainischen Kultur. Die helle Figur des Musikers hebt sich bewusst von einem dunklen Hintergrund ab und symbolisiert, dass Kunst und Tradition selbst in schweren Zeiten weiterleben.
Die Ausstellung lädt dazu ein, nicht nur die künstlerischen Arbeiten zu betrachten, sondern auch die Geschichten dahinter kennenzulernen. Sie macht deutlich, welche Kraft Kunst besitzen kann, wenn Worte allein nicht mehr ausreichen.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Mediathek des Herder-Gymnasiums zu besichtigen