Abitur 2026

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26.06.2026

„Verdammt, ist die Aussicht gut!“

63 Abiturientinnen und Abiturienten des Herder-Gymnasiums erklimmen den Abiturgipfel

Mit einem Gottesdienst begann die Verabschiedung des Abiturjahrgangs 2026 unserer Schule. Darin verglichen Schülerinnen und Schüler ihre Schulzeit mit einer Bootsfahrt – einer Reise, die nicht immer ruhig verläuft. Gerade wenn die Wellen hochschlügen, sei es wichtig, Gott oder einen Menschen an der Seite zu haben, der Halt gebe. Nun sei die „Meeresüberquerung gelungen“, das sichere Schiff Schule könne verlassen werden. Vor den Abiturientinnen und Abiturienten liege ein neuer Weg, den sie mutig und voller Vertrauen gehen sollten – auch dann, wenn andere sagten: „Das geht nicht.“

Mit der anschließenden Feierstunde wurden 63 Absolventen offiziell verabschiedet. Fünf bestanden ihr Abitur mit dem Schnitt 1,2: Christina Ding, Amelie Borrmann, Matilda Geiling, Joseph Walloch und David Burger. Aimie Onwughai schaffte sogar die Traumnote 1,0.

Oberstufenkoordinatorin Yvonne Matzick-Reimann bekannte den Schülerinnen und Schülern: „Ihr seid mir ans Herz gewachsen.“ Sie hob den besonderen Zusammenhalt dieses Jahrgangs hervor und freute sich darüber, dass 20 Prozent eine Eins vor dem Komma haben.

Landrat Hanngörg Zimmermann erinnerte die Absolventinnen und Absolventen daran, ihrer Heimat verbunden zu bleiben. „Die Region braucht gute Leute wie Sie“, sagte er und wünschte ihnen, sich stets ihre Menschlichkeit und Lebensfreude zu bewahren.

Bürgermeisterin Martina Hebendanz griff in ihrer Rede das Bild eines Films auf. Das erste G9-Abitur sei für viele wie ein Drehbuch voller Überraschungen gewesen – mit Dramen, Komödien, Krimis und gelegentlichen Horrorszenen vor Schulaufgaben. Ihr Rat lautete deshalb: „Übernehmen Sie die Regie für Ihr eigenes Leben.“

Auch Landtagsabgeordneter Michael Hofmann gab den jungen Erwachsenen persönliche Ratschläge mit. Sie sollten sich ihr Selbstbewusstsein bewahren und nicht entmutigen lassen. Besonders wichtig seien ihm aber die Menschen an ihrer Seite: „Vergessen Sie Ihre Freunde nicht – ohne sie kommt man nicht durchs Leben.“

Elternbeiratsvorsitzender Thomas Mart erinnerte mit Zeilen aus einem Poetry Slam von Julia Engelmann daran, Träume nicht auf später zu verschieben, sondern Geschichten zu schreiben, die man später gerne erzählt. Corinna Gallmetzer vom Freundeskreis der Schule gab den Absolventen drei Wünsche mit auf den Weg: neugierig bleiben, mutig sein und die eigenen Wurzeln nicht vergessen.

Den emotionalen Höhepunkt der Feier setzte Nina Haas als Vertreterin des Abiturjahrgangs. Sie verglich die vergangenen Schuljahre mit einer anspruchsvollen Bergtour. Es habe Umwege, Rückschläge und Pausen gegeben, doch gerade der Weg habe sie geprägt – mit gemeinsamen Erinnerungen, Gesprächen, Klassenfahrten und dem Zusammenhalt des Jahrgangs. Am Ende ihres Rückblicks blickte sie bildlich vom Gipfel und rief: „Verdammt, ist die Aussicht gut.“

Schulleiter Dr. Bruno Kuntke griff den Gedanken des Zusammenhalts auf und erinnerte an das Q13-Konzert „The Greatest Show“, das für ihn sinnbildlich für den gesamten Jahrgang gestanden habe. Einheit und Zusammenhalt seien dessen größte Stärke gewesen. Diese Haltung, so sein Wunsch, sollten die jungen Erwachsenen auch in ihr weiteres Leben mitnehmen.

Im Anschluss erhielten alle 63 Absolventen ihre Abiturzeugnisse. Mit der Ehrung besonders engagierter Schülerinnen und Schüler und dem anschließenden Sektempfang klang der Vormittag aus.

Am Ende blieb nicht nur der Stolz über bestandene Prüfungen. Viel wichtiger war die Freude darüber, welche Menschen aus den Kindern geworden sind, die viele Lehrkräfte seit der fünften Klasse begleitet hatten. Nicht das Abitur allein wurde gefeiert – sondern der Weg, den sie gegangen sind, und die Persönlichkeiten, zu denen sie auf diesem Weg herangewachsen sind.

Barbara Hollfelder

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Viele weitere Bilder hier im Karussell.

12.6.2026, kurz nach 12:00 Uhr:

Die Abiturientinnen und Abiturienten dieses Jahres warten gespannt auf die Bekanntgabe ihrer Ergebnisse.

Kurz darauf wurden sie einzeln im Direktorat beglückwünscht.

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