Frühlingskonzert 2026




Frühlingsklänge trotzen dem Kälteeinbruch
Draußen Regen, Kälte und eher November- als Frühlingsstimmung – doch in der Aula des Herder-Gymnasiums wurde dem Wetter am Donnerstagabend kurzerhand widersprochen. Das traditionelle Frühlingskonzert bewies: Wenn der Frühling schon nicht draußen stattfindet, dann eben auf der Bühne. Die Aula war dabei bis auf den letzten Platz gefüllt, der Andrang groß – und die zahlreichen Besucherinnen und Besucher ließen sich von den äußeren Bedingungen nicht abschrecken.
Das abwechslungsreiche Programm führte das Publikum durch ganz unterschiedliche musikalische Welten. Das Kleine Herder-Orchester eröffnete den Abend mit Auszügen aus der „Peer Gynt Suite“, während der Unterstufenchor mit Stücken wie „You Raise Me Up“ und „Leise zieht durch mein Gemüt“ erste Frühlingsklänge anklingen ließ.
Das Orchester überzeugte unter anderem mit dem getragenen „Theme from Schindler’s List“, bevor es mit modernen Arrangements – etwa „Radioactive“ und „Clocks“ – einen kraftvollen Akzent setzte.
Für beschwingte und rhythmische Höhepunkte sorgte die Big Band mit Klassikern wie „Take Five“ und „A Night in Tunisia“, während die STL-Band u.a. mit „Guardians of the Galaxy“ für eine fröhliche Dynamik mit Augenzwinkern sorgte.
Der gemischte Chor setzte mit „Beautiful Girls“ (das nur von den männlichen Chormitgliedern und zwei mutigen Solisten vorgetragen wurde) und „Come Alive“ einen emotionalen Schlusspunkt und zeigte noch einmal eindrucksvoll die musikalische Bandbreite des Abends. Mit „Christus Factus est“ hatte zudem ein Stück Premiere, das der Abiturient Joel Biermann geschrieben hat.
Das Publikum lauschte dabei durchgehend aufmerksam und konzentriert und würdigte die Leistungen der Musikerinnen und Musiker am Ende mit langanhaltendem, kräftigem Applaus – ein Moment, der auch die Leiterinnen und Leiter der Ensembles sichtlich stolz machte.
So entstand ein Konzert, das – trotz niedriger Temperaturen – Wärme, Energie und spürbare Spielfreude in die Aula brachte.
Vielleicht beginnt der Frühling nicht draußen – sondern genau dort, wo man ihn mit Überzeugung erklingen lässt.