Oberfränkischer Schulentwicklungstag

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Schulentwicklung gemeinsam gestalten - Oberfränkischer Schulentwicklungstag am Herder-Gymnasium

Wie können Schulen Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse nutzen, um Unterricht und schulisches Lernen gezielt weiterzuentwickeln? Mit dieser Frage beschäftigten sich knapp 200 Lehrkräfte aus ganz Oberfranken beim Oberfränkischen Schulentwicklungstag am Herder-Gymnasium. Auch Vertreter der Schulaufsicht und der Sachaufwandsträger, darunter Landrat Hanngörg Zimmermann, nahmen an der Veranstaltung teil.

Im Mittelpunkt stand der Vortrag von Dr. Martina Diedrich vom DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation. Sie erläuterte, wie Ergebnisse aus Leistungsnachweisen, Befragungen und Evaluationen für die Schulentwicklung genutzt werden können. Dabei betonte sie, dass Daten die pädagogische Erfahrung der Lehrkräfte nicht ersetzen, sondern durch zusätzliche Erkenntnisse ergänzen sollen. Entscheidend sei, die Informationen im jeweiligen schulischen Zusammenhang zu interpretieren und daraus sinnvolle Maßnahmen abzuleiten.

Auch am Herder-Gymnasium hat die systematische Weiterentwicklung von Unterricht eine lange Tradition. Schulleiter Dr. Bruno Kuntke verwies unter anderem auf die vor einigen Jahren durchgeführte externe Evaluation, aus der Ziele zur Förderung des eigenständigen Arbeitens hervorgingen.

Im Anschluss an den Vortrag tauschten sich die Teilnehmer zunächst in kleinen Gruppen über Erkenntnisse und Herausforderungen aus. In weiteren, selbst gewählten Gesprächsrunden diskutierten sie praktische Erfahrungen, beispielsweise zur Gestaltung von Schülerbefragungen, zur Förderung selbstständigen Lernens und zum Umgang mit Veränderungen im Schulalltag.

Der Schulentwicklungstag bot damit Gelegenheit, wissenschaftliche Impulse mit Erfahrungen aus unterschiedlichen Schularten zu verbinden, neue Anregungen mitzunehmen und schulübergreifende Kontakte zu vertiefen.