„Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl."


Dieses Zitat des Musikers Herbert Grönemeyer wählten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des P-Seminars „Forchheim in Bildern und Texten" als Motto für ihr Fotobuch, das Anfang Dezember veröffentlich wurde. Ein gutes Jahr lang hatten sich die Jugendlichen zuvor auf die Suche nach bekannten, aber vor allem weniger bekannten Ansichten Forchheims gemacht, um dieses Heimatgefühl in Fotografien umzusetzen. Herausgekommen sind überraschende Aufnahmen, die Forchheim oft aus einem anderen als dem üblichen Blickwinkel zeigen.


Es ist ja doch häufig so, dass Fotoalben und Bildbände aus aller Herren Länder das heimische Bücherregal zieren, der eigene Wohnort aber unentdeckt bleibt. Wer weiß schon, dass nicht nur Hogwarts, sondern auch das Herder-Gymnasium und die Kaiserpfalz ihren eigenen Basilisken haben? Wer kennt die Kobolde und Gnome, die von den Fensterbrettern auf die Passanten herunterlugen? Und wem ist aufgefallen, dass es in Forchheim auch außerhalb von Wiesent, Trubbach und Regnitz vor Fischen nur so wimmelt?


Die Basilisken am HGF-Portal und an der Kaiserpfalz


Obwohl der Name „Forchheim“ nicht wirklich von dem Wort „Forellen“ abgeleitet ist, schmücken zahlreiche Fische das Stadtbild.


Kein Schritt unbeobachtet – Kobolde und Zwerge wachen über die Innenstadt.

Mit eigenen Gedichten oder passenden Texten bekannter Persönlichkeiten unterlegt entstand auf 40 Seiten eine kleine Liebeserklärung an die Stadt, die die geladenen Gäste bei der Buch-Präsentation begeisterte. Neben einigen Lehrerinnen und dem Schulleiter lauschten auch Landrat Hermann Ulm und Oberbürgermeister Uwe Kirschstein interessiert den kurzweiligen Berichten der Schüler und Schülerinnen über die Entstehung des Buches: Von bewölktem Himmel, im Bild parkenden Autos und dem verhüllten Rathaus erzählten die P-Seminarler und dass sie sich dadurch nicht entmutigen ließen. Von ihren Fotospaziergängen - allein, in der Gruppe oder mit Frank Brinke, der den Kurs nicht nur fachlich, sondern auch finanziell großzügig unterstütze - brachten sie so über tausend Fotos mit. Deren Auswahl, Nachbearbeitung und Anordnung im Buch machten dann den zweiten großen Teil des Projekts aus und mündeten in ein Ergebnis, auf das die Schülerinnen und Schüler zu Recht stolz sein können.

 


Die Buchpräsentation in der vorweihnachtlich geschmückten Mediathek


Die Vertreter der Schule, der Stadt und des Landkreises bekamen ein Freiexemplar überreicht.

Im Anschluss an ihre Präsentation füllten die Gäste eifrig die Bestelllisten aus und plauderten noch eine ganze Zeitlang über Forchheim, die Bilder und Texte. Zur entspannten, vorweihnachtlichen Atmosphäre trugen Kaffee und Lebkuchen bei, denn auch der Forchheimer Rotary-Club hatte mit einer großzügigen Spende das Projekt und das Buffet für die kleine Präsentationsfeier unterstützt.

Text und Fotos: B. Sattler