Kooperation mit der Technischen Fakultät der Uni Erlangen-Nürnberg


Im Juli 2009 unterzeichneten die ehemalige Schulleiterin OStDin L. Rall-Weiß und Prof. Dr. Ingo Hahn eine Kooperationsvereinbarung zwischen unserer Schule und der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg.

Am 19. März 2018 erneuerten das Herder-Gymnasium Forchheim, vertreten durch Frau OStD Käfferlein und die Technische Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg vertreten durch Prof. Dr. Ingo Hahn diese sehr erfolgreiche Kooperation der beiden Insitutionen.

Der Kooperationsvertrag, dessen vorrangiges Ziel es ist, naturwissenschaftlich-technisches Interesse so bald wie möglich bei den Schülerinnen und Schülern zu wecken und über die gesamte Gymnasialzeit zu pflegen, beinhaltet Kooperationstreffen und sieht Veranstaltungen am HGF vor, mit denen in der Schülerschaft die Bereitschaft zu einem naturwissenschaftlichen Studium gefördert wird. 

So fahren zwei Mal im Jahr ganze Jahrgangsstufen (9. und 11. Klassen) in das Südgelände der FAU nach Erlangen, um dort erste Eindrücke vom Leben und Arbeiten an der Universität zu bekommen, Seminarveranstaltungen und Vorlesungen zu besuchen und den neuesten Stand der universitären Forschung hautnah zu erleben. Darüber hinaus stellt die FAU kontinuierlich Informationsmaterial zur Verfügung und unterstützt das HGF als externer Partner bei Seminaren und Exkursionen. 

Das Herder-Gymnasium freut sich sehr, die mit der FAU weiterhin einen starken Partner zu haben, der gearde an unserem musischen und sprachlichen Gymnasium den Stellenwert der MINT-Fächer hochhält.

Ingrid Käfferlein, Marion Schweinzer.

 


Veinbarung zwischen dem HGF und der Technischen Fakultät der FAU


In dem gemeinsamen Bestreben, das Interesse der Jugend an Technik und Naturwissenschaften, an den entsprechenden Fächern am Gymnasium sowie die Bereitschaft zu einem entsprechenden Studium oder einer Berufswahl zu fördern, treffen die Obengenannten die folgende Vereinbarung über ihre zukünftige Zusammenarbeit:

- Beide Beteiligten benennen Koordinatoren für das beabsichtigte Programm. Diese kommen wenigstens zweimal im Jahr zu einem Koordinationstreffen zusammen, um das bestehende Kooperationsprogramm zu realisieren und neue Impulse zu beschließen.

- Mindestens einmal pro Schuljahr findet am Herder-Gymnasium eine am oben formulierten gemeinsamen Ziel ausgerichtete Veranstaltung statt, die interessierten Schülerinnen und Schülern sowie Eltern Berufs- und Studienmöglichkeiten und Lehrern und Vertretern aus Hochschule und Industrie Kooperationsschnittstellen aufzeigt.

- Die Technische Fakultät der Universität stellt kontinuierlich Informationsmaterial über Studienmöglichkeiten zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Technische Fakultät Beratung und Unterstützung für Seminarlehrveranstaltungen und Facharbeiten sowie Exkursionen zur Besichtigung von Forschungseinrichtungen an.

- Die konkrete Füllung des Angebots bleibt den Bedürfnissen aller Beteiligten und den realistisch gegebenen Möglichkeiten überlassen und geschieht durch die Koordinatoren.

- Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass die Weckung naturwissenschaftlich-technischen Interesses bei den Schülerinnen und Schülern so bald wie möglich einsetzen und die ganze Gymnasialzeit über gepflegt werden sollte. Schwerpunkte werden für die einzelnen Jahrgangsstufen festzulegen sein.

 Der Kooperationsvertrag ist von unbestimmter Laufzeit. Jeder der Beteiligten kann durch eine schriftliche Mitteilung an den anderen Beteiligten die Kooperation jederzeit beenden.


Urkunde der Kooperationsvereinbarung mit der Technischen Fakultät der Universität Erlangen-Nürnberg


Exkursion der Q11 an die Technische Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg 2020

Herder meets TechFak

Am 30.01. dieses Jahres fand im Rahmen der Kooperation des Herder-Gymnasiums Forchheim mit der Technischen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg eine Exkursion der Q11 an die Technische Fakultät statt. Darüber freuten wir uns sehr, nachdem diese im letzten Jahr leider wegen Renovierungsarbeiten an der Uni ausfallen musste.
Morgens um 8:10 Uhr trafen wir, die Schülerinnen und Schüler der Q11, uns am Bahnhof Forchheim und fuhren mit dem Zug nach Erlangen. Zu Beginn gab uns Herr Professor Hahn um halb zehn Uhr eine kurze Einführung in die Uni Erlangen, die Technische Fakultät und das studentische Leben im Allgemeinen. Im Anschluss daran erhielten wir exklusiv die Gelegenheit, ausgewählte Vorlesungen zu besuchen und uns dabei ein Bild vom Unialltag zu machen. Dabei standen u.a. Grundlagen der Informatik, Ingenieursmathematik und angewandte Thermofluiddynamik zur Auswahl. In letzterer beispielsweise beschäftigten sich die Studierenden gerade mit Vorgängen im Verbrennungsmotor und deren Berechnung. Weil wir nur sehr wenig verstanden hatten, versuchten einige Dozenten, die Lehrveranstaltungen etwas an unsere Bedürfnisse anzupassen: Eine kurze Diskussion der Vor- und Nachteile verschiedener Antriebskonzepte, wie E-mobilität oder sog. E-fuels wie Wasserstoff, die chemisch hergestellt werden, knüpfte direkt an die gesellschaftliche Debatte an und zeigte, wie wichtig es dabei ist, über gute naturwissenschaftliche Kenntnisse zu verfügen. Danach wurden wir durch verschiedene Lehrstühle und Labore geführt: In Kleingruppen erhielten wir so einen Einblick in die Werkstoffwissenschaften und die Fertigungstechnologie: Solarmodule aus dem Drucker wurden uns vorgestellt, die nicht aus Siliziumkristallen, sondern aus organischen Verbindungen bestehen. Wir durften Werkstoffe unter Hightech-Mikroskopen auf ihre Oberflächenstruktur untersuchen, dem Laser beim Schneiden von massivem Aluminium und beim bunten Gravieren zuschauen. Darüber hinaus stand ein Vortrag über das geteilte Korea – natürlich auf Englisch - neben vielem Weiterem auf dem Programm. Dieser Rundgang mit Vorträgen und Experimenten war sehr anschaulich und mindestens so interessant wie die letzte „Lange Nacht der Wissenschaften"! Um 13 Uhr, in der Mitte unseres Labor- und Lehrstuhlrundgangs, gab es ein reichhaltiges Mittagessen in der Uni-Mensa. Nach dem zweiten Teil der Führung mussten wir uns schon wieder von der Uni um 15:30 Uhr verabschieden, damit wir um 16:30 Uhr zurück in Forchheim waren. Nach diesem vollen Tag waren die Kräfte zwar erschöpft, dennoch hinterlässt der Tag einen nachhaltigen Eindruck vom Campusleben an der Technischen Fakultät, zeigt, welche beeindruckende Vielfalt an naturwissenschaftlich-technischen Themenfeldern es gibt und beweist, dass auch Schüler*innen von einem sprachlichen und musischen Gymnasium wie dem Herder an naturwissenschaftlich-technische Themen herangeführt werden.

(Sebastian Ritter, Q11)

 


Fotos der Exkursion 2020 (Fotos: M. Polster)