P-Seminar "Non-governmental Organizations"


Im Schuljahr 2020/21 ging für die Fachschaft Wirtschaft und Recht das Projekt - Seminar „NGOs - Für alle ein Gewinn!" an den Start.
Wenn der Titel auch anderes vermuten lässt: Hier geht es nicht um maximalen Profit. Im Gegenteil!
Im Fach Wirtschaft und Recht wird nämlich neben unternehmerischem Denken und rechtlichen Grundkenntnissen auch das Thema „Soziale Verantwortung" ganz groß geschrieben.


So haben sich 12 Schüler*innen im September 2020 zusammengefunden, um etwas mehr über NGOs, also Nichtregierungsorganisationen, deren Aufgaben und Möglichkeiten zu gemeinnützigem Engagement zu erfahren:


Leonie Nausester, Frida Drummer, Marwan Hlal, Gencay Samar:

„Gerade durch die Flüchtlingsarbeit haben NGOs in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Im P-Seminar befassen wir uns genauer mit eben diesen Organisationen.
Im Rahmen unseres Projekts haben wir bereits einiges über das Thema gelernt. Die Abkürzung NGO steht für Non Governmental Organization, ein nichtstaatlicher, nicht gewinnorientierter Interessenverband mit Einsatz in den verschiedensten Bereichen. Darunter fallen neben dem Bereich Migration und Asyl zum Beispiel auch Umweltschutz, Menschenrechte, interethnische Versöhnung sowie der Einsatz in der Entwicklungsarbeit. Hierbei helfen Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen, Sea Watch, WWF oder auch Amnesty International neben ihrer aktiven Unterstützung vor Ort vor allem durch Lobbyarbeit, Verhandlungen mit der Politik wie auch durch das Dienen als Ansprechpartner."


Insbesondere haben sich die Teilnehmer*innen das Ziel gesteckt, im Kleinen und auf NGO-Basis selbst Hilfe zu leisten, um dem Gedanken der sozialen Verantwortung in Europa ein Stück weit Rechnung zu tragen.
So entstand die Idee, zum HGF-Sommerfest eine Tombola zu veranstalten und damit ein Hilfsprojekt, den Förderverein Sr. Christina in Nordalbanien, zu unterstützen:


Katharina Böhner, Nadine Brechelmacher, Zilli Polster:

"Wir, das „P-Seminar NGO" möchten am Sommerfest eine Tombola veranstalten! Indem Sie sich Lose kaufen, können Sie bei unserer Tombola Pflanzen und Blumen gewinnen. Ziel dieser Aktion ist es, Geld zu sammeln, welches wir dann dem Kloster von Sr. Christina spenden und diese somit bei ihrer Arbeit unterstützen. Das bedeutet, auch wenn Sie eine Niete ziehen sind Sie trotzdem ein Gewinner der Herzen! Denn Sie sind Teil dieser tollen Hilfsaktion und haben Ihr Geld für einen guten Zweck eingesetzt.
Damit Sie einen besseren Einblick bekommen, stellen wir Ihnen das Projekt kurz vor:
Sr. Christina und ihre Mitschwester Michaela gehören einem kleinen Schweizer Orden an und leben in einem Kloster in Shkodra in Nordalbanien. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Opfern, die in Blutrache leben, zu helfen und bei den Familien als Vermittler zur Versöhnung aufzutreten. (...) Da es sich außerdem dort im Armenviertel finanziell fast keiner leisten kann, sich in öffentlichen Krankenhäusern behandeln zu lassen, versorgen die Schwestern aber auch kranke oder schwer verletzte Menschen. Auch haben sie schon viele Projekte umgesetzt, wie z.B. das Einrichten einer Müllabfuhr oder der Bau eines Jugendhauses. Sie kümmern sich viel um Frauen, die extremer Gewalt ausgesetzt waren, aber auch um Familien mit Kindern und Jugendlichen. Durch ihre tolle ehrenamtliche Arbeit bekam Schwester Christina im Januar 2021 sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.schwester-christina.de"


Trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie, die ja ärmere Länder wesentlich härter trifft als uns, lassen sich die Schüler*innen nicht entmutigen und hoffen, dass das Sommerfest nebst Tombola im Juli stattfinden kann.

Natürlich gibt es neben den Projektaktivitäten auch Veranstaltungen der Berufs- und Studieninformation, die die Schüler*innen auf ihrem Weg zur Berufswahl begleiten und auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereiten sollen:


Jeanne von Mammen, Marlies Hoser, Maren Kuper, Paula Schleicher, Mara Steinmetz:

„Im Rahmen unseres Projekt-Seminars fand auch eine Berufsinformations-Phase statt. In verschiedenen Übungseinheiten lernten wir, Bewerbungen und Lebensläufe zu schreiben und Stellenanzeigen richtig zu lesen. Außerdem können wir unsere persönlichen Stärken und Schwächen nun besser einschätzen, was bei Einstellungstests und Vorstellungs¬gesprächen hilfreich ist.
Um besser beurteilen zu können, welche Tätigkeit wir später einmal ausüben möchten, hat sich jeder von uns über einen Beruf näher informiert und ihn den anderen Kursmitgliedern vorgestellt. Dabei lernten wir auch völlig neue und ungewöhnliche Berufe kennen, wie zum Beispiel den der Forstwissenschaft oder den des Bestatters. Auf diese Weise konnten wir über Berufe nachdenken, die viele normalerweise von vornherein ausschließen, weil sie Vorurteile über ein bestimmtes Berufsfeld haben oder es einfach übersehen.
Im Oktober fand eine der wenigen nicht-digitalen Ausbildungsmessen in Bamberg statt. Viele Aussteller stellten umfangreiches Infomaterial in Form von Flyern zur Verfügung und bemühten sich, unsere Fragen zu beantworten. Zudem boten einige Universitäten wie die FAU Informationstage in digitaler Form an, was sich großer Beliebtheit erfreute. Schließlich hatten wir noch ein Assessment-Center-Training mit Mitarbeiterinnen der Volksbank Forchheim sowie eine allgemeine und persönliche Berufsberatung durch einen Mitarbeiter der Arbeitsagentur Bamberg.
Die Bus-Phase war eine große Hilfe für unsere Berufswahl und wir haben zahlreiche wertvolle Informationen und Erfahrungen gesammelt."

Bilder: www.pixabay.com und privat

Judith Loschert, Stand: 19.02.21