Besuch der Klasse 9B im EAM - Physik - Schülerlabor


Entsprechend dem neuen Wandertagskonzept wurde der erste Wandertag der 9. Klassen von der Fachschaft Physik organisiert. Aufgrund der hohen Schülerzahl wurden verschiedene altersgemäße Programme in Erlangen ausgewählt. Während die Klassen 9A und 9C das Siemens Healthineers MedMuseum als Ziel hatten und dort in Kleingruppen die Geschichte der Medizintechnik erkunden konnten, fuhr die Klasse 9B zum EAM („Cluster Engineering of Advanced Materials") Labor im Physikum der Friedrich-Alexander-Universität.
Das Schülerlabor bietet den Jugendlichen die Möglichkeit in Gruppen von ungefähr drei Personen, unter Aufsicht eines Betreuers, selbstständig zu Experimentieren. Unter dem Themenschwerpunkt regenerative Energien, wurden Versuche zu Windenergie, Photovoltaik oder chemischen Energiespeichern durchgeführt. Diese stellen einen idealen Anknüpfungspunkt zur aktuellen Forschung und dem Physikunterricht der 8. Jahrgangsstufe dar. Nach einer kurzen Einführung ging es dann auch für alle Gruppen los. Begeistert von der hervorragenden Ausstattung und den neu gewonnenen Eindrücken des Labors machten sich die Schülerinnen und Schüler ans Werk. Endlich fanden die im Unterricht erlernten Fachbegriffe und Regeln eine Anwendung. Bei der Teststation zum Wirkungsgrad der „self-made-Solarzellen" sollten beispielsweise verschiedene relevante Parameter untersucht werden – „doch was war denn noch einmal genau der Wirkungsgrad?"
Für andere Stationen war es nötig, kleinere Schaltungen aufzubauen, Widerstände im Windkanal zu berechnen oder Kennlinien aufzunehmen. Durch die altersgemäßen und detaillierten Anleitungen konnten die Jugendlichen die gestellten Anforderungen meist auch ohne die Hilfe der Betreuer mit Bravour meisten.
Aufgrund der beschränkten Zeit war es zwar nicht möglich, dass jeder jede Station selbst durchführen konnte, doch insgesamt zogen sowohl die Schülerinnen und Schüler, als auch die betreuenden Lehrkräfte ein durchweg positives Resümee. Mit einem herzlichen Dankeschön für den kurzweiligen Besuch verabschiedeten wir uns von den Betreuern des Labors, die den ganzen Vormittag alle Fragen kompetent und begeistert beantwortet haben.
Auf dem Nachhauseweg wurde deutlich, dass die Schülerinnen und Schüler neben dem Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten auch etwas „Universitäts-Luft schnuppern" konnten und so wurden im Zug nach Forchheim noch einige weitere Fragen, zum Beispiel zum Ablauf eines Studiums, geklärt.

Christina Wachter