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Ein Jahr außerhalb Eurpoas – ein Erfahrungsbericht für die Geo-Kurse Q 12

Im Sommer 2017 schrieb ich mein Abitur am HGF und machte mich dann auf in die weite Welt. Über das weltwärts-Programm unterrichtete ich in Kambodscha ein Jahr lang Englisch in einem Studentenhostel und arbeitete in einer Kirchengemeinde. Endlich daheim ausziehen, ein neues Land kennen lernen, meine eigenen Erfahrungen sammeln und eine neue Sprache lernen, das alles kam mir auf jeden Fall attraktiver vor als mich sofort dem universitären Lernstress hinzugeben.
Doch die Schule vergisst einen nicht so schnell. Zurück in Forchheim lud mich Frau Patzak-Waldmann ein, meine persönlichen Erlebnisse in einem Entwicklungsland in ihren Geographieunterricht mit einfließen zu lassen. Und so saß ich am 6. Dezember 2018 wieder wie gewohnt im Geographie-Fachraum. Nur diesmal trug ich die Verantwortung, zwei 12. Klassen vor dem Einschlafen aus Langeweile zu bewahren. Das Mittel der Wahl – natürlich eine altbewährte PowerPoint Präsentation mit vielen Bilder aus meinem Alltag und von meinen Erlebnissen.

Durch meine Arbeit mit Schülern und Studenten in der Hauptstadt Phnom Penh und im Dorf Tang Krang rückten in meinem Vortrag vor allem die Themen Alltagsleben in Stadt und Land sowie Bildung und Berufsperspektiven in den Vordergrund. Aber auch den Aspekten Umweltverschmutzung, Demographie, Wirtschaft und Politik wurde viel Platz eingeräumt. Meine persönlichen Erfahrungen hatte ich im Vorfeld mit einigen recherchierten Fakten ergänzt, um das Land in seiner Komplexität möglichst umfassend darzustellen.
Ich denke, die Schüler konnten eine sehr lebendige und realitätsnahe Geographiestunde erleben, bei der sonst abstrakte Zahlen einen verständlichen Bezug bekommen haben.

Und ich selbst durfte noch einmal etwas „Schulfeeling" erleben und wurde an die Q12-Zeit erinnert. Damals hat mich unter anderem das Fach Geographie motiviert in die weite Welt aufzubrechen und mit eigenen Augen die Fremde mit Farbe zu füllen. Und vielleicht hat der ein oder andere ja heute auch Lust bekommen, ein Jahr weit weg von daheim zu verbringen.

Jonathan Weidt

 


Jonathan Weidt in Kamodscha

Foto: privat