Verabschiedung der Schulleiterin Frau Rall


Am 25.7.2017 wurde Frau OStDin Lieselotte Rall, die seit 2005 Schulleiterin des Herder-Gymnasiums war, in den Ruhestand verabschiedet. Neben dem Ministerialbeauftragten Edmund Neubauer, Landrat Hermann Ulm und Schulleiterkollegen Erhard Herrmann dankte natürlich die gesamte Schulgemeinschaft für all das Engangement und die Arbeit, die Frau Rall in den vergangenen elf Jahren in "ihre" Schule investiert hat, und wünschte für den Ruhestand alles erdenklich Gute.


Frau OStDin Rall und Ltd. OStD Dr. Edmund Neubauer bei der Urkundenüberreichung

Bild: Andreas Oswald 


Die SMV überreichte einen Apfelbaum mit selbst gestalteten Äpfeln.

Foto: Andreas Oswald 


Aus dem Fränkischen Tag (26. 07.2017)

Baum voller pädagogischer Früchte geerntet

Das größte, aber auch fantasievollste Geschenk bekam Schulleiterin Lieselotte Rall bei ihrer Verabschiedung in den Ruhestand von ihren Schülern überreicht: Einen Apfelbaum. Zum einen, weil Lieselotte Rall, statt weiterhin das Feld der Pädagogik beackern zu müssen, sich fortan der Pflege des häuslichen Gartens widmen kann. Zum anderen solle der rote Baumschmuck symbolisieren, dass ihr berufliches Engagement bei den Schülern reiche Früchte getragen habe, erklärte Nico Kauper als Sprecher der Schülermitverantwortung (SMV). Stellvertretender Schulleiter Jürgen Sauer begrüßte eine Vielzahl von Gästen, die zu dem Verabschiedungsreigen in die Aula gekommen waren.
"Langweilig zu sein ist die größte Sünde des Unterrichts", mit diesem Zitat des deutschen Pädagogen Johann Friedrich Herbart (1776-1841) begann der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken, Edmund Neubauer, seine Ansprache. Über Langeweile habe sich bei Lieselotte Rall niemand beklagen müssen - mit Schwung und Elan habe sie sich immer wieder neuen Aufgaben gestellt, bescheinigte Neubauer der Direktorin, die nach 40 Dienstjahren, elf davon als Schulleiterin des Herder-Gymnasiums, Ende dieses Monats in den Ruhestand tritt. Fingerspitzengefühl, Flexibilität, ein ausgeprägtes Pflichtgefühl und Sportlichkeit seien Kennzeichen ihrer Lehrerpersönlichkeit. Hinzu kämen ihre hohen Qualitäten bei der Erfüllung von Leitungsaufgaben und ihre reiche Erfahrung hinsichtlich der inneren Schulentwicklung. Edmund Neubauers Resümee: "Sie haben sich um das bayerische Bildungswesen große Verdienste erworben".

Bildungsregion mitgestaltet

Bildung gemeinsam zu gestalten in der Bildungsregion Forchheim, dieses Motto umzusetzen sei dem Herder-Gymnasium gelungen. Dies bescheinigte Landrat Hermann Ulm (CSU) der scheidenden Schulleiterin. Er dankte Lieselotte Rall für ihr erzieherisches Wirken, für die loyale Zusammenarbeit mit dem Landkreis Forchheim und für ihr Engagement bei der Partnerschaftspflege zu Biscarosse. [...]

Heitere Kommunikationsanalyse

"Ich gehe am 31.Juli in den Ruhestand", welche Auswirkungen dieser Satz auf die verschiedenen Wahrnehmungsebenen hat, analysierte Personalratsvorsitzende Martina Polster humorvoll mit Hilfe der Kommunikationswissenschaft.
Ihre Erinnerungen an die Zeiten mit Lieselotte Rall kleideten die Vertreterinnen des Elternbeirats und des Freundeskreises des Herdergymnasiums, Anette Dietrich und Corina Gallmetzer, in ein Zwiegespräch.
In seinen Ausführungen zu den Gymnasien in der Bildungsregion Forchheim, erklärte der Leiter des Gymnasiums Fränkische Schweiz, Erhard Hermann an die Adresse seiner Forchheimer Kollegin. "Sie haben sich sehr für das Herder-Gymnasium eingesetzt, ohne aber die Belange der anderen weiterführenden Schulen aus den Augen zu verlieren". Hermann unterstrich: "Wir haben nicht übereinander, sondern miteinander geredet". [...]

Die Unerbittlichkeit des Abschieds

"Abschiedsfeiern haben etwas Unerbittliches", gestand Lieselotte Rall ein. Ja, so gab sie zu, "der Abscheid fällt nicht leicht". Sie habe gerne die "Kernaufgaben" ihres Amtes wahrgenommen. Gerne habe sie mit Jugendlichen zusammengearbeitet, es habe ihr auch Freude gemacht im Austausch mit Erwachsenen schulisches Leben zu gestalten. Sie dankte der SMV für ihr Engagement, dem Elternbeirat für seinen kompetenten Einsatz, dem Freundeskreis für die fruchtbare Kommunikation. Den Kollegenkreis lobte sie für den vollen Einsatz, der dazu beigetragen habe, das Herder-Gymnasium zu einem Ort zu machen, "an dem die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen gut, zeitgemäß und auch gerne lernen und sich entfalten können".
Text: Andreas Oswald