Staatsminister Thorsten Glauber am HGF


Europatag 2019:  Umweltminister Thorsten Glauber (FW) am Herder-Gymnasium

Aufgrund der Wahlen zum Europaparlament wurde in diesem Jahr der deutschlandweit stattfindende EU-Projekttag an den Schulen, nicht Anfang Mai, sondern bereits am 25. März durchgeführt. Politikerinnen und Politiker, die sich für Europa engagieren, besuchen an diesem Tag Schulen, um die EU der jungen Generation näherzubringen.

Der bayerische Umweltminister Thorsten Glauber (FW) begann diesen Tag am Herder-Gymnasium, um mit Schülerinnen und Schülern der Q12 über Europa- und Umweltpolitik zu debattieren.

Bereits nach kurzer Zeit entstand zwischen den SchülerInnen und dem Minister eine muntere Diskussion, in der die Jugendlichen hartnäckig nachfragten:

  • Weshalb ist eine Bahnfahrt nach Berlin erheblich teurer als so mancher Flug?
  • Schülerproteste für den Klimaschutz („Fridays for Future") – kümmert sich die Politik überhaupt darum?
  • Mobilfunk – soll dieser flächendeckend ausgebaut werden? Wie viele sind bereit, den Ausbau mit Mobilfunkmasten angesichts des ungeklärten Risikos für die Gesundheit einzuschränken?
  • Inwiefern fördert die EU den Ausbau des Mobilfunks?
  • Was ist von Parteien zu halten, die offen europafeindlich sind und sich wählen lassen, um das europäische Projekt in ihrem Sinn zu reformieren?
  • Wie nutzt der bayerische Umweltminister die ständige Vertretung des Freistaats in Brüssel, um seine Anliegen auch auf europäischer Ebene voranzubringen?

Herr Glauber war gut beschäftigt, die vielen Fragen, die ihm gestellt wurden, zu beantworten. Nicht immer fielen seine Ausführungen zur Zufriedenheit der Zwölftklässler und der anwesenden Lehrerinnen aus. Trotzdem ist den Zuhörern während der Veranstaltung, die nicht wie ursprünglich vereinbart nach 60, sondern erst nach 90 Minuten endete, wieder einmal bewusst geworden, dass zum einen viele Themen eben doch komplexer als erwartet sind und zum anderen ein großer Teil unserer Umweltprobleme nur auf europäischer bzw. internationaler Ebene zu lösen ist.

(Gabriele Nägel)